
Die besten Tipps für Urlaub auf Sizilien
Sizilien (italienisch Sicilia) ist die größte Insel im Mittelmeer und liegt als südlichste Region Italiens genau vor der „Stiefelspitze“ des italienischen Festlandes. Vielseitige Barockstädte, die einzigartige Vulkanlandschaft des Ätna sowie die Mischung aus romantischen Küstenorten, malerischen Bergdörfern und sonnengeküssten Inseln machen sie zur wahrscheinlich schönsten und abwechslungsreichsten Region in ganz Italien.
Abgerundet wird das Urlaubsangebot durch einen einzigartigen Mix verschiedener Kulturen, quasi ganzjährig angenehmes mediterranes Klima sowie die leckere und gleichzeitig gesunde, regionale Mittelmeer-Küche.

Die schönsten Städte und Dörfer auf Sizilien
Sizilien besticht durch zahlreiche sehenswerte Dörfer und Städte. Ob Kulturstädte wie Palermo und Catania, Küstendörfer wie Taormina und Cefalù, Hafenstädte wie Messina und Trapani oder antike Stätten wie die in Syrakus und Agrigent – auf Sizilien ist wirklich für jeden das richtige Urlaubsangebot dabei.
Palermo
Palermo ist sowohl Hauptstadt als auch größte Stadt Siziliens und liegt an der Nordküste der Insel. Sie besticht durch ihre lebhaften Märkte sowie arabisch-normannische Architektur. Zu den architektonischen Highlights der Stadt zählen die Kathedrale, das Teatro Massimo und der Normannenpalast mit der Cappella Palatina. Ebenfalls empfehlenswert: ein Ausflug zur imposanten Kathedrale von Monreale oder zu den Barockvillen in Bagheria.

Catania
Die Hafenstadt Catania liegt am Fuße des Ätna und eignet sich perfekt als Ausgangspunkt für Ausflüge auf den Vulkan. Darüberhinaus verfügt sie über eine sehenswerte Altstadt mit barocken Kirchen und Palästen sowie Bauwerken aus schwarzem Lavastein. Besonders sehenswert sind die Via Etnea und der Domplatz samt Kathedrale Sant’Agata, Elefantenbrunnen und dem angrenzenden Fischmarkt La Pescheria.

Taormina
Taormina, das wahrscheinlich bekannteste Dorf Siziliens, thront romantisch auf einem Hügel am Nordosthang des Ätna. Zu den wichtigsten Attraktionen des Ortes zählen das Antike Theater sowie die Burg Castello di Taormina, von denen aus du traumhafte Ausblicke auf das Meer und den Ätna genießen kannst. Abgerundet wird das ganze durch den malerischen Strand Spiaggia di Isola Bella vor der gleichnamigen Insel.

Syrakus
Syrakus ist eine Hafenstadt im Südosten der Insel und galt schon in der Antike als wichtigste griechische Polis (Stadtstaat) außerhalb Griechenlands. Im archäologischen Park Neapolis kann man die Geschichte der Stadt zwischen antiken Theatern und Grotten hautnah nachvollziehen. Ein weiteres Highlight ist die auf einer Insel gelegene Altstadt Ortigia mit Markt, Kathedrale und Fonte Aretusa.

Messina
Messina liegt ganz im Nordosten der Insel an der nach ihr benannten Meerenge „Straße von Messina“. Hier legen viele Fähren aus Kalabrien und dem Rest Italiens an, weshalb die Stadt auch als Tor zu Sizilien gilt. Neben der grandiosen Aussicht auf das italienische Festland bietet Messina auch eine sehenswerte Altstadt mit der Kathedrale Santa Maria Assunta, dem Teatro Vittorio Emanuele und dem Neptunbrunnen.

Cefalù
Cefalù ist ein malerisches Dorf an der Nordküste Siziliens. Neben seiner imposanten Kathedrale bietet es gleich mehrere schöne Strände, zahlreiche Restaurants und Bars sowie den Hausberg Rocca di Cefalù, auf dem die Überreste eines Tempels und einer Festung thronen. Darüber hinaus erreicht man von Cefalù auch schnell die Bergwelt des Parco delle Madonie, in der man hervorragend wandern und sogar Ski fahren kann.

Agrigent
Agrigent ist die bedeutendste Stadt an der sizilianischen Südküste. Zum einen verfügt sie über eine schöne Altstadt, die auf zwei Hügeln liegt und herrliche Ausblicke gewährt. Zum anderen befindet sich auf dem Stadtgebiet das sog. Tal der Tempel (Valle dei Templi), bei dem es sich um eine archäologische Stätte mit gleich mehreren gut erhaltenen antiken Tempeln, frühchristlichen Gräbern und Museen handelt.

Enna
Enna ist eine kleine Hügelstadt, liegt ziemlich genau im Zentrum der Insel und trägt deshalb den Beinamen „Nabel Siziliens“. Dieser Geheimtipp, der fälschlicherweise bei vielen Sizilien-Reisen außen vor gelassen wird, belohnt seine Besucher mit spektakulären Ausblicken über ganz Sizilien. Die schönsten Aussichten hat man vom Belvedere di Enna, dem Castello di Lombardia und dem Felsen Rocca di Cerere.

Trapani
Die Hafenstadt Trapani ist eine der wichtigsten Städte an der Westküste Siziliens und begeistert Besucher vor allem mit ihrer historischen, auf einer Landzunge gelegenen Altstadt. Außerdem eignet sie sich bestens als Ausgangspunkt für Ausflüge zu den nahen Salinen, den Ägadischen Inseln oder dem Monte Erice, von dem aus man spektakuläre Aussichten auf den Nordwesten Siziliens genießen kann.

Barockstädte des Val di Noto
Es gibt eine Handvoll Städte und Dörfer, die – genau wie Catania – bei einem Erdbeben im Jahr 1693 zerstört und anschließend im Stil des späten Barocks wieder aufgebaut wurden. Sie alle wurden unter dem Namen Spätbarocke Städte des Val di Noto zum UNESCO-Welterbe erklärt und sollten bei einer längeren Reise durch Sizilien auf jeden Fall in die Reiseplanung mit einbezogen werden. Diese 7 Orte sind:
- Noto: Kleinstadt mit prachtvollem barocken Zentrum und dem Badeort Lido di Noto
- Scicli: malerisch in ein Tal gebaute Kleinstadt mit toller Atmosphäre und kleinen Highlights
- Modica: Schokoladenstadt mit gleich drei barocken Kathedralen aber auch viele Stufen
- Ragusa: schöne Hügelstadt mit Neustadt Ragusa Superiore und Altstadt Ragusa Ibla
- Caltagirone: Keramikstadt mit spektakulärer Freitreppe zur Kirche Santa Maria del Monte
- Palazzolo Acreide: Ortskern mit mehreren Kirchen und einem unglaublich imposanten Friedhof
- Militello in Val di Catania: kleines, verwinkeltes Dorf mit einigen sehenswerten Kirchen und Klöstern

Siziliens Landschaft und Natur
Sizilien ist mit einer Fläche von über 25.000 km² nicht nur die größte Insel im Mittelmeer sondern auch die größte Region Italiens. Sie liegt vor der italienischen „Stiefelspitze“ und wird nur durch die Straße von Messina (Stretto di Messina) vom Festland getrennt.
Die sizilianische Landschaft ist nicht nur wunderschön sondern auch extrem abwechslungsreich. Der Osten der Insel wird bei Catania und Taormina vom über 3.000 m hohen Vulkan Ätna dominiert und gleicht einer außerirdischen Landschaft aus schwarzem Lavastein und exotischen Pflanzen. Der Süden rund um Agrigent beherbergt neben steilen Klippen auch goldene Weizenfelder und gilt als „Kornkammer“ Siziliens. Im Westen liegt zwischen Trapani und Marsala eine einzigartige Landschaft aus Lagunen und Salinen. Im Nordwesten rund um Palermo findet man schöne Strände an Landzungen und weiter östlich bei Cefalù ragen im Parco delle Madonie und im Parco dei Nebrodi die – nach dem Ätna – höchsten Berge in den Himmel. Das Inland rund um die Stadt Enna ist geprägt von grünen Hügeln, auf denen kleine Bergdörfer mit schönen Ausblicken thronen.
Darüber hinaus liegen vor der Küste Siziliens weitere kleine Inseln bzw. Inselgruppen wie die Pelagischen Inseln, die Ägadischen Inseln sowie die Liparischen Inseln mit den Vulkaninseln Stromboli und Vulcano.
Ätna & Alcantara-Schlucht
Mit einer Höhe von über 3.300 m ist der Ätna (italienisch Etna) sowohl der höchste Vulkan Europas als auch die höchste Erhebung Siziliens. Der noch aktive Vulkan erhebt sich westlich von beliebten Urlaubsorten wie Catania und Taormina und prägt einen großen Teil der kontrastreichen Natur im Osten der Insel. Einerseits erinnert die schwarze Landschaft an die regelmäßigen Eruptionen, andererseits bringen die fruchtbaren Böden an seinen Hängen hervorragende Orangen und Weine hervor.
Nördlich des Ätnas fließt der Fluss Alcantara und hat über Jahrtausende die Gole dell’Alcantara, ein sehenswertes Schluchten-System aus tosenden Wasserfällen und schwarzem Vulkangestein geschaffen.

Parco delle Madonie
Die zweithöchsten Berge Siziliens befinden sich im Park der Madonien (Parco delle Madonie). Das weitläufige Naturschutzgebiet ist Teil des Sizilianischen Apennins, erstreckt sich im Rücken von Cefalù und bietet einen schönen Mix aus Bergen, mittelalterlichen Dörfchen, Wanderwegen und sogar Skigebieten.

Monti Nebrodi & Monti Peloritani
Ebenfalls zum Sizilianischen Apennin gehören die nicht ganz so hohen Berge der Monti Nebrodi und Peloritani. Sie liegen westlich von Messina sowie nördlich des Ätna und laden mit einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete Siziliens zu ausgedehnten Wanderungen bei besten Luftverhältnissen ein.
Cavagrande del Cassibile
Ein weiteres landschaftliches Highlight Siziliens ist Naturschutzgebiet Cavagrande del Cassibile im Südosten der Insel. Die Schlucht des Flusses Cassibile liegt zwischen den Städten Syrakus und Noto und bietet viele malerische Wanderwege und Naturpools umgeben von mediterraner Pflanzenwelt.
Vulkan Stromboli & Liparische Inseln
Die Liparischen Inseln (auch Äolische Inseln) sind eine Inselgruppe im Norden von Sizilien. Sie bestehen aus sieben bewohnten Inseln und gehören wegen ihrer vulkanischen Aktivität zum Weltnaturerbe der UNESCO. Besonders bekannt sind die Hauptinsel Lipari und die Insel Stromboli mit ihrem ständig aktiven Vulkan. Man erreicht die Inseln am besten von Milazzo.

Pantelleria & Pelagische Inseln
Pantelleria sowie die Pelagischen Inseln (italienisch Isole Pelagie) sind ebenfalls Inseln vulkanischen Ursprungs und liegen südwestlich von Sizilien vor der Küste Nordafrikas. Pantelleria hat rund 7.000 Einwohner und beherbergt den Nationalpark Pantelleria. Von den drei Pelagischen Inseln Lampedusa, Linosa und Lampione sind lediglich die ersten beiden bewohnt und können bereist werden.

Ägadische Inseln
Nicht ganz so bekannt, aber dennoch wunderschön, sind die Ägadischen Inseln (italienisch Isole Egadi), die zu großen Teilen aus den drei Inseln Favignana, Levanzo und Marettimo bestehen. Sie liegen nicht einmal 20 Kilometer westlich des sizilianischen Festlandes und können in rund einer halben Stunden per Fähre von Trapani erreicht werden.
Siziliens schönste Küsten und Strände
Sizilien bietet nicht nur sehenswerte Berg- und Vulkanlandschaften, sondern hat als so große Insel natürlich auch einige fantastische Küsten und Strände zu bieten, wobei die schönsten und natürlichsten im Süden bzw. Südosten zu finden sind. Der Westen eignet sich eher nicht für Strandurlaub, da hier vor allem Lagunen und Salinen zu finden sind. Dafür kann man dort umso besser Wassersportarten wie Kitesurfen betreiben.
Norden
- San Vito Lo Capo: Badeort mit breitem, flachem Sandstrand und Zugang zum Küstengebiet Zingaro
- Mondello: eine Art Vorort von Palermo und beliebter Ausflugsort mit herrlichem Sandstrand
- Cefalù: romantischer Urlaubsort, der schöne Strände mit historischem Ambiente kombiniert

Nordosten
- Taormina und Giardini Naxos: benachbarte Ortschaften am Ätna mit mehreren schönen Stränden
- Catania: kilometerlanger Sandstrand mit Blick auf den Ätna südlich des Stadtgebietes

Südosten
- Arenella, Fontane Bianche & Gallina: gleich mehrere schöne Badeorte südlich von Syrakus
- Naturschutzgebiet Vendicari: natürliche Strände von Eloro, Marianelli, Calamosche und Vendicari
- Spiaggia di San Lorenzo & Spiaggia della Spinazza: beliebte Strände nördlich von Marzamemi

Süden
- Santa Maria del Focallo: Badeort mit 8 km langem Dünenstrand ganz im Südosten
- Riserva Naturale di Randello: Naturschutzgebiet mit Sandstrand, Dünen und Pinienwäldern
- Gela: größere Stadt mit ca. 70.000 Einwohnern und einem 5 km langen Sandstrand
- Zingarello: winziger Badeort im Küsten- und Naturschutzgebiet Riserva Naturale di Punta Bianca
- Agrigent & Porto Empedocle: mehrere schöne Strände und die weißen Klippen der Scala dei Turchi
- Siculiana Marina: steile Klippen und breite Strände im Riserva Naturale Orientata Torre Salsa
- Eraclea Minoa: Dünen, Pinien und Sandstrand im Riserva Naturale Orientata Foce del Fiume Platani

Architektur und archäologische Ausgrabungen
Neben seinen landschaftlichen Attraktionen hat Sizilien dank seiner bewegten und abwechslungsreichen Vergangenheit auch viele kulturelle und geschichtliche Schätze zu bieten. Besonders beeindruckend sind diverse gut erhaltene Tempel sowie einige historische Grabanlagen.
Tal der Tempel
Das Tal der Tempel (Valle dei Templi) in Agrigent ist eine große archäologische Ausgrabungsstätte mit gleich mehreren antiken Tempeln, Nekropolen und einem interessanten Museum zur Geschichte der Stadt Agrigent.

Selinunt
Selinunt (Selinunte) ist die archäologische Fundstätte der alten griechischen Stadt Selinus. Sie umfasst mehrere Tempel sowie ein Demeterheiligtum und befindet sich südlich der Gemeinde Castelvetrano direkt am Meer.

Segesta
Segesta war eine antike Stadt der Elymer und liegt auf dem heutigen Gemeindegebiet von Calatafimi Segesta. Der dortige archäologische Park umfasst u.a. einen nicht fertiggestellten Tempel und ein griechisches Theater.

Morgantina
Die Ausgrabungen der antiken Stadt Morgantina befinden sich in den Monti Erei, ca. fünf Kilometer nordöstlich der Gemeinde Aidone und dauern bis heute an. Bekanntester Fund ist die sog. Aphrodite von Morgantina.
Villa Romana del Casale
Bei der Villa Romana del Casale handelt es sich um die Überreste eines spätrömischen Anwesens aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. Der Komplex liegt nur wenige Kilometer südwestlich der Stadt Piazza Armerina und umfasst ca. 45 Räume mit riesigen Bodenmosaiken und gut erhaltenen Wandmalereien.

Nekropole von Pantalica
Die Nekropole von Pantalica nahe der Stadt Syrakus ist mit über 5.000 in den Berg gehauenen Grabkammern, die aus der späten Bronzezeit und der frühen Eisenzeit stammen, die wichtigste Nekropole Siziliens.
Anreise & Fortbewegung
Aus dem Deutschland bzw. dem deutschsprachigen Raum erreicht man Sizilien am schnellsten und bequemsten per Flugzeug. Die beiden größten und am besten frequentierten Flughäfen sind der Flughafen Palermo – Punta Raisi und der Aeroporto di Catania. Der Flughafen von Palermo bietet sich vor allem für Reisen in den Norden und Westen an (z.B. Palermo, Monreale, Trapani, Marsala, Cefalù). Der Flughafen von Catania ist besser für den Osten und Süden geeignet (z.B. Catania, Taormina, Syrakus, Ragusa, Agrigent).
Alternativ kann man auch mit dem Zug nach Sizilien reisen. Züge fahren aus vielen italienischen Großstädten bis Villa San Giovanni, von wo aus sie per Fähre über die Straße von Messina nach Sizilien gelangen.
Apropos Fähre: natürlich verkehren auch viele Fähren vom italienischen Festland nach Sizilien. Mögliche Abfahrtshäfen sind z.B. Genua, Civitavecchia, Neapel, Salerno oder Cagliari. Und auch von nicht-italienischen Reisezielen wie Malta oder Tunis gibt es Fährverbindungen.

Was die Fortbewegung auf Sizilien angeht, ist der Mietwagen die beste – weil flexibelste – Option. Große Teile der Autobahnen sind mautpflichtig, man kommt aber auch problemlos auf freien Staats- und Provinzstraßen von A nach B. Ebenfalls zu beachten ist die „besondere“ Fahrweise der Einheimischen, da der Sizilianer bzw. die Sizilianerin auch gerne mal 20-40 km/h zu schnell unterwegs ist und dazu neigt, sich den Weg frei zu drängeln. Daran gewöhnt man sich aber schnell, sodass das Fahren auf Siziliens Straßen im Normalfall flüssig und problemlos vonstattengeht.
Parken ist in den Innenstädten oft nicht ganz leicht, da sie entweder voll geparkt sind oder es sich um verkehrsbefreite Zonen (ZTL = Zona Traffico Limitato) handelt. Es gibt aber genügend Parkhäuser und auch Apps wie EasyPark funktionieren an fast allen Orten einwandfrei. Generell gilt: weiße Parkplätze sind frei, blaue Parkflächen sind kostenpflichtig und gelbe Flächen sind für Anwohner oder bestimmte Personengruppen z.B. Behinderte.
Wer nicht mit dem Auto fahren kann oder möchte, kann auf Bus oder Zug als Alternative zurückgreifen. So gut wie alle wichtigen Großstädte und Urlaubsorte verfügen über Bahnhöfe. Zugfahrpläne und Tickets findet man bei Trenitalia. Darüber hinaus gibt es ein gut ausgebautes Busnetz, das sich über die ganze Insel erstreckt. Bei Rome2Rio findet man die besten ÖPNV-Verbindungen für ganz Sizilien.
Sizilien Karte
Klima & Beste Reisezeit
Auf Sizilien herrscht ein mediterranes Klima, das sich durch lange, heiße und trockene Sommer sowie kurze, milde und feuchte Winter auszeichnet. Die besten Reisezeiten für entspanntes Sightseeing bei schönem Wetter sind April bis Juni und September bis November.
Die Hochsommer eignen sich mit Temperaturen, die weit über 35 °C reichen können, besser für Badeurlaub, da sich sowohl Städte als auch archäologische Pars extrem aufheizen. Im Winter kann es zwar regnen, aber Sizilien bietet immer noch regelmäßig Sonne sowie Tagestemperaturen von ca. 15 °C und somit deutlich angenehmeres Wetter als in Mitteleuropa. Am Ätna und im Park der Madonien kann man während der kalten Jahreszeit sogar Ski fahren.
Was die Buchung von Unterkünften angeht, gilt aufgrund der südländischen Leichtbauweise: im Sommer am besten mit Klimaanlage, im Winter am besten mit Heizung!

Siziliens kulinarische Spezialitäten
Sizilien besticht aufgrund landschaftlicher Vielfalt und multikultureller Geschichte durch eine vielseitige und abwechslungsreiche Mittelmeerküche. Von wohliger Bergküche über frische Meeresfrüchte und Fischgerichte bis hin zu frittiertem Streetfood wird alles geboten. Abgerundet wird das kulinarische Angebot durch hervorragende Weine, die Sizilien mit einer Rebfläche von über 110.000 Hektar als größter Weinproduzent Italiens hervorbringt. Typische sizilianische Spezialitäten sind:
Pasta
- Pasta alla Norma: Nudeln mit Tomatensoße, Auberginen und Ricotta Salata
- Pasta con le sarde: Nudeln mit Sardellen, Fenchel, Rosinen und Pinienkernen
Street Food
- Arrancine / Arrancini: gefüllte, frittierte Reisbällchen
- Calamari Fritti: kleine frittierte Tintenfische
- Panelle: frittierte Kichererbsenfladen
- Pani câ meusa: Sesambrötchen mit Kalbsinnereien
- Sfincione: eine fluffige Pizza mit Tomatensoße, Käse, Sardellen und Zwiebeln

Fischgerichte
- Carpaccio di pesce affumicato: dünn aufgeschnittener Räucherfisch
- Pesce Spada: gegrillter oder gekochter Schwertfisch
- Polpo Crocante: gegrillte Oktopusarme
Süßspeisen
- Cannoli: knusprige Teigröhren, die mit Ricotta oder Pistaziencreme gefüllt werden
- Cassata: eine Torte aus Biskuitboden, Ricottacreme und kandierten Früchten
- Cioccolato di Modica: traditionelle Schokolade aus Modica
- Granita: ein halbgefrorenes Sorbet, das gerne mit Brioche gegessen wird

Sonstige
- Caponata: süßsaures Gemüse mit Auberginen, Tomaten, Stangensellerie uvm.
- Couscous alla Trapanese: mit Meeresfrüchten und arabischen Gewürzen
Weine
- Etna Rosso und Etna Bianco: Rot- und Weißweine von den Hängen des Ätna
- Marsala: ein Süßwein aus der gleichnamigen Stadt
- Nero d’Avola: ein Rotwein und die meistgetrunkene Rebsorte Siziliens

Gut zu Wissen
Mafia und Sicherheit
Zwar denkt man bei Sizilien zwangsläufig auch an Mafia und Filme wie „Der Pate“, aber Touristen haben mit der Mafia – außer in Souvenirläden – im Normalfall keine Berührungspunkte. Ansonsten gelten auf Sizilien die gleichen Sicherheitstipps wie überall in Europa: Wertsachen verdeckt und am Körper tragen! Keine Wertgegenstände im Auto liegen lassen! Nachts nicht allein durch dunkle Gassen wandeln!
Feste und Feiertage
- Festa di Sant’Agata: Anfang Februar in Catania zu Ehren der Schutzpatronin der Stadt
- Sagra del Mandorlo in Fiore: Mandelblütenfest von Agrigent Anfang Februar
- Infiorata di Noto: großes Blumenfestival in Noto am dritten Sonntag im Mai
- Festa di Santa Rosalia: am 14. und 15. Juli in Palermo zu Ehren der Schutzpatronin der Stadt
- Cous Cous Fest: Ende September in San Vito Lo Capo
- Festa di Santa Lucia: am 13. Dezember in Syrakus zu Ehren der Schutzpatronin der Stadt
Siziliens Flagge
Die Flagge Siziliens ist diagonal in zwei Dreiecke (gelb und rot) unterteilt und wird in der Mitte von einem Kopf mit drei laufenden Beinen geziert. Die Farben rot und gelb stehen für die Städte Palermo und Corleone, die im 13. Jahrhundert ein Bündnis gegen die Herrschaft Karls I. von Anjou gründeten. Die Beine in Form einer Triskele symbolisieren die Sonne und den Weg des Lebens. Der Kopf mit Flügeln und Ähren erinnert an Medusa, Ceres und Hermes aus der griechischen Mythologie. Gemeinsam bilden Kopf und Beine die sog. Trinacria, das Symbol der dreieckigen Insel Sizilien.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der schönste Ort auf Sizilien?
Sizilien hat viele schöne Orte zu bieten. An der Nordküste liegen das arabisch angehauchte Palermo und das malerische Küstendorf Cefalù. Im Osten thront der gewaltige Vulkan Ätna mit der Großstadt Catania und dem pittoresken Taormina. Im Südosten liegen die Barockstädte Noto, Ragusa und Modica. An der Südküste findet man bei Agrigent das Tal der Tempel und traumhafte Strände. Im Westen lohnt sich ein Besuch in Trapani und dem nahen Bergdorf Erice.
Was sollte man bei einem Besuch auf Sizilien auf keinen Fall verpassen?
Wenn man genug Zeit mitbringt, sollte man sich bei einem Besuch auf Sizilien die Altstadt von Palermo, die Kathedralen von Monreale oder Cefalù, die Äolischen Inseln mit Lipari und Stromboli, den Ätna und das Dorf Taormina sowie antike Tempelanlagen in Agrigent, Syrakus oder Selinunt nicht entgehen lassen.
Was muss man auf Sizilien beachten?
Bei einer Reise nach Sizilien gibt es drei große Punkte, denen man Beachtung schenken sollte:
- Straßenverkehr: die Sizilianer fahren recht schnell und chaotisch, aber auf ihre Weise sicher
- Sicherheit: man sollte auf seine Wertsachen achten und nicht alleine durch die Nacht wandern
- Öffnungszeiten: Geschäfte machen oft Mittagspause und Restaurants öffnen abends relativ spät
Sprechen die Menschen auf Sizilien Englisch?
Im Gegensatz zu früher sprechen die Sizilianer heute – vor allem in den Großstädten und innerhalb der jüngeren Generation – ein recht gutes Englisch. In ländlichen Gegenden und kleinen Dörfern helfen ein paar Worte Italienisch aber immer noch wahre Wunder.
Wie viele Tage sollte man für Sizilien einplanen?
Die Reisedauer hängt natürlich von den eigenen Ansprüchen ab. Ein Städtetrip nach Palermo oder Catania lohnt sich mit den nahen Flughäfen schon ab zwei Nächten. Für einzelne Regionen reichen 5-7 Tage. Beispiele hierfür wären z.B. Palermo-Monreale-Cefalù im Norden, Ätna-Catania-Taormina im Osten, Syrakus-Noto-Ragusa im Südosten oder Trapani-Erice-Marsala im Westen. Für einen Rundtrip über die ganze Insel ist ein Minimum von 10-14 Tagen empfehlenswert.
Wann ist die beste Reisezeit für Sizilien?
Die beste Reisezeit für Sizilien liegt zwischen April und November, wobei die Sommer sehr heiß und an den Stränden überlaufen sein können. Der Frühling und der Herbst eignen sich am besten für entspanntes Sightseeing bei angenehmen Temperaturen. Im Winter ist es ruhiger, das Klima ist immer noch mild, aber viele Geschäfte und Restaurants bleiben geschlossen.
Wie lange fliegt man von Deutschland nach Sizilien?
Von Deutschland aus fliegt man zwischen 2 Stunden und 4 Stunden (München vs. Hamburg) zu den großen Flughäfen in Palermo oder Catania.
Ist Sizilien teuer?
Auf Sizilien herrscht ein ähnliches Preisniveau wie im Rest Italiens und ist etwas günstiger als die Metropolen Rom, Mailand, Venedig und Florenz. Das bedeutet, dass man dort – vor allem was Lebensmittel angeht – etwas günstiger leben kann als in Deutschland. Wer besonders aufs Budget schaut, sollte Unterkünfte und Restaurants abseits der touristischen Hotspots wählen und wenn möglich auf Street Food, frische Supermarkt-Panini und einfache Trattorien setzen.
Wie zahlt man auf Sizilien?
In Sizilien zahlt man genau wie im Rest Italiens mit dem Euro. Der Großteil der Restaurants und Geschäfte akzeptiert EC- und Kreditkarten, es ist dennoch ratsam immer etwas Bargeld dabei zu haben, um auch für die Ausnahmen oder etwa Trinkgeld gewappnet zu sein.
Wie viel Trinkgeld gibt man auf Sizilien?
Trinkgeld geben ist auf Sizilien – genau wie im restlichen Italien – nicht zwingend nötig, da die Servicegebühr pro Kopf bereits als „Servizio“ und/oder „Coperto“ auf den Preis aufgeschlagen wird. Wer mit dem Service zufrieden war und noch extra Trinkgeld geben möchte, macht mit 5-10 % in der Regel alles richtig.
